Recherche
Die Recherche bildete den Start unseres Projekts. Wir informierten uns über geeignete Pflanzentypen und deren bevorzugte Standorte. Uns war bei der Pflanzenwahl beispielsweise wichtig, dass sie pflegeleicht sind und nicht zu sehr wuchern. Zusätzlich haben wir uns auch über besonders essenzielle Schritte beim Bau informiert.
Bau der Prototypen
Sobald die Planung abgeschlossen war, begannen wir mit dem Bau der Prototypen. Schon der nächstgelegene Baumarkt bot reichliche Materialien- und Pflanzenvorräte, aber auch die eigenen Bestände bieten dafür häufig großartige Möglichkeiten. So ließen sich schnell Holzbretter und Pflanzen aus den eigenen Gärten sowie Drahtgeflecht und eine Plastikplatte beschaffen. Wir sägten die einzelnen Teile zurecht und verbanden sie in der von uns gewünschten Form. Bemalen, etwas Erde, und schon ging es an das Bepflanzen der einzelnen Rahmen. Dabei wählten wir für drei verschiedene Szenarien passende Pflanzen. Der erste Rahmen, welcher für einen sonnigen Außenstandort geeignet ist, wurde mit Sukkulenten ausgestattet. Der zweite, der das Hauptgebäude des Altbaus unserer Schule darstellt, wurde mit pflegeleichten Pflanzen bepflanzt. Der dritte Rahmen ist für einen (halb-)schattigen Außenstandort angelegt und beinhaltet eine Primel, Moos und weitere Gartenpflanzen. Um das Endprodukt zu sichern, haben wir den Draht in passender Form zugeschnitten und an den äußeren Altbaumodellgebäuden befestigt. Der mittlere Rahmen diente uns hauptsächlich als Quelle für unsere Messwerte, welche wir mit Hilfe der Sensoren nahmen. Mit diesen konnten wir feststellen, wie sehr sich ein kleines Pflanzenkästchen auf unsere Umwelt auswirkt. Dieses Ausmaß wird bei einer Umsetzung im großen Maßstab noch beeindruckender sein. Vielleicht ein Ziel, dem gerade ihr euch widmen wollt?
Messwerte
Für unser Projekt, haben wir die Sensoren der ,,Sensebox" genutzt. Die ersten Kontakte mit der SenseBox entpuppten sich als etwas knifflig. Nach einiger Recherche konnte man sich allerdings bald mit der Materie vertraut machen. Allmählich lichtete sich der Nebel um die Funktionsweise und darum, wie die Programmierung funktioniert.
Geholfen hat vor allem die Seite von SenseBox selbst, welche zudem im sogenannten „GitBook“ erklärt, wie der Aufbau der Box und des Programmcodes funktionieren.
SenseBox: Home | senseBox.de
GitBook: Das senseBox:home Buch · GitBook
Den Schritten des „GitBook´s“ folgend, wurden die Geräte (Messsensoren, etc.) also aufgebaut, und es war erforderlich, sich mit den Informationen auf einer anderen Website auseinandersetzen. Diesmal ging es um „Blockly“: ein Programm in welchem der Code vereinfacht in Blöcken dargestellt ist und kinderleicht zusammengestellt werden kann.
Blockly: senseBox Blockly
Nachdem dies geschafft war, kam die nächste Hürde: das „Arduinoboard". Mit jenem wird die SenseBox gesteuert und mit einem PC oder Computer verbunden. Im Anschluss kann der Programmcode übertragen werden. Dies funktionierte bei den ersten Anläufen jedoch nicht, da der Laptop und mehrere PC´s das Board nicht erkannten. Nach vielem Herumexperimentieren klappte die Verbindung und man konnte die ersten Messwerte entnehmen.
Im Minutentakt überprüften wir nun unsere Messwerte und stellten fest, wie schnell sich die Werte besserten. Nach ungefähr 20min aber blieben die gemessenen Werte gleich, und wir hatten unsere Maxima und Minima erreicht.
Diagramm
In Städten sind Temperaturen oft höher als im ländlichen Umland, und die Luft ist trockener. Ursache sind vor allem die mit Beton und Asphalt versiegelten Flächen, welche Wärme speichern und kaum Feuchtigkeit abgeben.
Fehlende Grün- und Wasserflächen verstärken diesen Effekt: Ohne Verdunstung fehlt die natürliche Kühlung, wodurch sich die Luft stärker aufheizt. Gleichzeitig sinkt die Luftfeuchtigkeit.
Das Zusammenspiel belastet den Menschen, besonders bei Hitze. Mehr Grün in der Stadt kann Temperaturen senken und die Luftfeuchtigkeit verbessern.
Das Diagramm auf der linken Seite wurde aus unseren eigenen Messwerten erstellt. Schon nach einigen Minuten konnte die Sensebox einen erkennbaren Abfall in der Temperatur messen. Auch bei der Luftfeuchtigkeit lässt sich eine Veränderung feststellen. Diese steigt sogar um mehr als 20%.
Eine Fassadenbegrünung hat also einen positiven Einfluss auf das Mikroklima einer Stadt.
Tipps für die eigene Umsetzung
Unsere Ratschläge für Euch:
Pflanzen
Sucht euch nicht nur Pflanzen aus, die schön aussehen! Jede Pflanze besitzt individuelle Überlebensanforderungen. Besteht eure Bepflanzung nur aus Blumen, helft ihr vielen Bienen. Besteht sie nur aus Blättern und Gräsern, verbessert ihr eure Luftqualität. Eine Mischung aus beidem hilft also in mehreren Punkten. In den folgenden Kategorien findet ihr vielleicht ein paar Ideen für eure Bepflanzung! Beachtet, dass nicht jede Pflanze überall stehen kann, aber sich viele auch an mehreren Standorten wohlfühlen.
Standort
Der Standort einer grünen Wand ist für ihre Wirkung wichtig. Sinnvoll wären sonnige Fassaden, da sie dort die Aufheizung von Gebäuden reduzieren und für Kühlung sorgen. Auch an dicht bebauten Straßen oder Innenhöfen können sie das Mikroklima verbessern, indem sie hohe Temperaturen senken und die Luftfeuchtigkeit erhöhen. An unserer Schule haben wir uns mehrere Standorte angesehen. Hierbei ist auch zu beachten, dass man eine vernünftige Anbringung für die grüne Wand findet. Da wir nur drei kleine Prototypen haben, konnten wir sie einfach platzieren, jedoch müsst ihr diese drei Punkte beachten:
Pflege
Auch die Pflege der Pflanzen ist individuell zu beachten. Benutzt am besten pflegeleichte Pflanzen und stellt idealerweise schon von Anfang an einen Plan auf, wie die Pflanzen gepflegt werden sollen. Wenn die Fassadenbegrünung einmal fertig ist, kontrolliert regelmäßig, ob die Pflanzen gesund aussehen.
Zeit und Kosten
Die Kosten sind nicht zu unterschätzen! Ein Quadratmeter begrünte Wand kann bis zu 2000 Euro kosten. Zusätzlich fallen weitere Kosten für die Pflege an. Baut man alles selber, ist der Preis zwar geringer, es kann jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Lasst euch davon aber nicht abschrecken, begrünte Wände sind für unsere Zukunft eine gute Lösung. Mithilfe einer guten Planung könnt ihr sowohl Zeit, als auch Kosten im Blick behalten.
Außerdem ist es kein Muss eine riesige grüne Wand zu errichten. Jede kleine Grünfläche hilft und sei sie noch so klein.